Diesen Sonntag zogen wir als große lautstarke Demonstration zum feministischen Kampftag durch die Augsburger Innenstadt. Über 2000 Menschen aller Geschlechter von jung bis alt nahmen daran teil und gaben ihrer Wut auf unser patriarchales System freien Lauf.
Die Demo war aufgeteilt in einen Flinta*-, einen familienfreundlichen und einen Allies-Block. Kurz kritisiert wurde in diesem Rahmen der Flinta*-Begriff und auf folgenden Artikel hingewiesen: https://taz.de/Unsolidarische-Mogelpackung/!6153148/ Daran sehen wir: Die Bewegung steht nicht still, es werden Begriffe und Konzepte kritisiert und überdacht. Die Autonome Bande schloss sich dem hinteren Allies-Block an.
Verschiedenste Organisationen kritisierten in ihren Redebeiträgen patriarchale Gewalt in unterschiedlichen Formen: von Alltagssexismus über Femizide, Gewalt gegen geflüchtete Frauen bis hin zur systematischen Gewalt an Frauen in Kriegen weltweit. Am Königsplatz schloss sich dann spontan eine Kundgebung afghanischer Frauen gegen das Taliban-Regime für den Rest der Demo an und es wurde sich lautstark gegenseitig solidarisiert.
„Hoch die Internationale Solidarität“
Auch wurde in Reden und Parolen immer wieder notwendige Kritik an Staat und Kapital, am Rassismus und Sexismus der Polizei und Behörden geübt.
„Der Staat schützt mich nicht – meine Schwestern schützen mich“
Gerade in Zeiten des Rechtsrucks ist eine starke feministische Bewegung notwendiger denn je. Reaktionäre Kräfte sind auf dem Vormarsch und zerstören Tag für Tag über Jahrzehnte mühsam erkämpfte Errungenschaften der Frauenbefreiung. Auch die Kommunalwahl in Augsburg zeigt uns: Die Hälfte der Wählenden unterstützen klar rechte Parteien, die das Patriarchat verteidigen und Feminismus angreifen, deshalb ganz im Sinne einer der am Sonntag gerufenen Parolen:
„8. März ist alle Tage – dies ist eine Kampfansage“